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Rezensionen

Er hat ein Kinderbuch geschrieben und ist bekannt für seine gedankenreiche, lebendige und berührende Lyrik. Nun überrascht Heinz Flischikowsi die Leserschaft mit einem bemerkenswerten Prosawerk. Short-Stories, eigentlich eine verkannte Königsdisziplin des Schreibens. Warum? Weil jeder Kurzgeschichte eine brillante Quintessenz zugrunde liegt, aus der dann beim Entwickeln der Geschichte das Potenzial eines eindrucksvollen Augenblicks entsteht. Gedankenketten raffiniert aneinandergereiht, sodass im normalen Alltag der handelnden Personen plötzlich eine explosionsartige Momentsituation zum Tragen kommt, welche die kleine Story zum faszinierenden Leseerlebnis macht. Genau das ist dem Autor mit seinem neuen Buch gelungen. Die Kurzgeschichten sind einfach der Hammer – ein Feuerwerk an Gedanken…
Was für ein außergewöhnlicher Thriller – undurchsichtige geheimnisvolle Charaktere, eine große atmosphärische, psychologische Dichte – eminente, subtile Details, die Dramatik der Handlung und die Milieubeschreibung – ich konnte den modrigen schalen Geruch in den schäbigen Hallen fast riechen – einfach großartiges Sinneskopfkino. Es geht um Grenzüberschreitungen, um die unbändige Lust an krankhaften Exzessen, um audiovisuelle sexualisierte Gewaltdarstellung und Schlimmeres. Ein Wespennest voller abnormer krankhafter Antagonisten, da tun sich Abgründe auf. Immer wenn ich dachte, jetzt ist aber gut, jetzt müssen doch die Geheimnisse gelüftet und auch von den beiden Mädels erkannt werden, dass es hinter der schönen Fassade vor Hass…
Ein kurzweiliger Unterhaltungsroman, mit kontrastreichen Überraschungsmomenten. Der Titel ist Programm. Im Mittelpunkt eine junge Frau, deren Privat – und Berufsleben ziemlich chaotisch verläuft. Interessant, wie die Autorin in der Handlung dem Thema Mobbing am Arbeitsplatz Raum gibt und ebenso auf die Schlankheitswahn-Norm eingeht. Sarkastisch und auch einfühlsam wird beschrieben, wie beides im Leben der Hauptprotagonistin die Oberhand gewinnt, ihr Leben sich danach ausrichtet und ihr Selbstwert am Boden liegt. Und dann sind da noch zwei Beziehungskisten, die vor sich hinplätschern, fast bis zum Ende der Handlung und erst dann fällt die Entscheidung. Der Weg zur Selbstfindung der jungen Frau ist…
Ein interessanter und spannender Anfang, hat mir sehr gefallen, aber insgesamt eine unausgegorene Geschichte. Die Charaktere sind mir einfach zu flach, die Zusammenhänge ebenso und was mich am meisten gestört hat, dass ein eventueller Kindesmissbrauch des Mörders, nur so am Rande erwähnt wurde und die Aufklärung im Dunkeln blieb. Die Grundidee des Kurzkrimis ist jedoch gut und lohnt sich auszubauen. Für eine Short Story, waren es zu viele Handlungselemente, die überstürzt abgehandelt wurden. So etwas benötigt eine geniale Quintessenz, aus der dann beim Entwickeln der Geschichte das Potenzial eines herausragenden Augenblicks entsteht, auf den man sich dann konzentriert, als Autor/Autorin…
Worum geht es in diesem Buch? Es geht um malträtierte Kinderseelen, die in heranwachsenden Jugendlichen weiterleben und auch mit hinein ins Erwachsensein genommen werden und es geht auch um die Rastlosigkeit eines nicht gefestigten Bewusstseins. Die Leserschaft erlangt auch Kenntnis mehrerer mörderischer Taten, die unentdeckt und ungesühnt bleiben. Insgesamt eine dunkle, komplizierte Geschichte, mit einigen Längen, die die Spannung deutlich abflachen lassen. Die Protagonisten hätte ich mir mehr ausgefeilter gewünscht. Die Handlung erinnert mich ein wenig an den verfilmten Roman ›Das Bildnis des Dorian Gray‹ von Oscar Wilde, nur eben etwas anders gedacht – der Hauptprotagonist kann mit diesem teuflischen…
Wenn Frau, jung, naiv, unschuldig, sich der Dominanz von reich und alt beugt, ihre Unschuld eintauscht und einem gehobenen sozialen Status opfert, bezahlt sie dafür oft einen hohen Preis. Gebunden, unfrei, sexuell immer verfügbar – für welche Praktiken auch immer – unselbstständig, oft ohne Berufsabschluss mit wenigen sozialen Kontakten. Sie meinen, das gibt es nicht? Doch, im neuen Buch der Autorin schon und auch in der Realität, würde ich meinen. Die Hauptprotagonistin ist der Leserschaft ganz nahe, erzählt selbst, wie es ihr ergangen ist, nachdem sie nach über 20 Jahren gegen eine Jüngere eingetauscht, weggeworfen wurde, wie eine ausgelesene Zeitung.…
Fiona Limar und Leif Eklund haben es bravourös verstanden, gemeinsam einen Psycho-Thriller der Extraklasse zu kreieren. Der intelligente und spannende Plot wartet mit einem psychologisch perfekt ausgefeilten Spannungsbogen auf, der die Leserschaft mitten ins Geschehen hineinzieht, außerordentlich fesselt und sie geschickt auf gut durchwobene Irrwege führt. Irrationales, vernunftwidriges Denken ist es, welches zum Teil die Ursachen dieser Verbrechen sind, die im Thriller zum Tragen kommen. Interessant ist hier der Aspekt der Manipulation zur Beschaffungskriminalität und dabei die Opfer-Täter Transition. Die Protagonisten und Antagonisten sind wie immer, in ihren speziellen Charakteren, detailliert gezeichnet und der Schreibstil wie gewohnt flüssig und gut…
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