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Die Macht der Bücher: Ein DDR-Roman - Heiderose Teynor Empfehlung

„In der Kürze liegt die Würze“ – und genau das beweist Heiderose Teynors Roman auf eindrucksvolle Weise. Auf wenigen Seiten entfaltet sich eine Familiengeschichte, die Krieg, Gefangenschaft, DDR-Alltag und den Mauerfall 1989 umspannt: das Schicksal von Toni, Marie und ihrer Tochter Mandy. kompakt erzählt und doch voller Tiefe, Gefühl und innerer Spannung – das hat mich besonders überzeugt.

Wir begleiten Toni durch die Härte sibirischer Kriegsgefangenschaft, wo ein paar handbeschriebene Seiten über seine thüringische Heimat zu seinem inneren Rettungsanker werden. 1955 kehrt er nach Jena zu Marie zurück, später wird Tochter Mandy geboren – doch im neuen Staat wird ihre gemeinsame Liebe zu Büchern und zum Lesen plötzlich zur Gefahr. Als Marie in Haft gerät, findet sie in verbotener Literatur Trost und neue Kraft. Bücher stehen hier für Zuflucht, Heimat und stillen Widerstand gegen ein System, das Gedanken kontrollieren will.

Die Autorin verwebt persönliche Schicksale und Zeitgeschichte nahtlos miteinander. Ohne Ausschweifungen, mit klaren Bildern und glaubwürdigen Figuren entsteht große Wirkung auf engem Raum. Gerade diese Reduktion macht den Text so stark: Man liest schnell – aber das Gelesene hallt lange nach. Bücher erscheinen nicht romantisiert, sondern als das, was sie sein können: Halt in dunklen Zeiten, Bewahrer von Würde und innerer Freiheit.

Ein kleines, stilles Buch mit großer Aussagekraft – für mich echte Schreibkunst und eine klare Leseempfehlung.

Heidelinde Penndorf

(Februar 2026)

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